Die 6 besten Fundraising-Plattformen für Vereine in Deutschland (2026)
WeGlow, betterplace.org, twingle, FundraisingBox, WhyDonate und RaiseNow im Vergleich: Preise mit Quelle, Vertragslaufzeiten und Zuwendungsbestätigung ab der 300-Euro-Grenze.
Eine Fundraising-Plattform in Deutschland auswählen ist schwieriger, als es aussieht. Ein Teil der Anbieter veröffentlicht keine Preise. Manche werben mit "0 %", haben aber ein Kleingedrucktes, das genau dort greift, wo Ihre planbaren Einnahmen liegen. Und fast kein internationaler Anbieter ist auf die deutschen Regeln zur Zuwendungsbestätigung gebaut, also genau auf den Punkt, an dem Ihre Spender bleiben oder abspringen.
QuelleDieser Vergleich basiert auf öffentlich überprüfbaren Informationen: Preisseiten, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Hilfebereiche und amtliche Quellen wie das Bundeszentralamt für Steuern und die Landesämter für Steuern. Jeder Preis ist verlinkt. Wo ein Preis nicht öffentlich ist, steht das auch dort.
Erst das Spielfeld: Spenden in Deutschland in Zahlen
- 4,649 Milliarden Euro wurden 2025 in Deutschland gespendet, laut der Bilanz des Helfens 2025 des Deutschen Spendenrats, erhoben von YouGov auf Basis eines Panels mit 10.000 Teilnehmern.
- Das sind 463 Millionen Euro weniger als im Vorjahr, ein Rückgang von rund 9 Prozent.
- 15,8 Millionen Menschen haben gespendet, 848.000 weniger als 2024. Das entspricht einer Spenderreichweite von 24 Prozent der Bevölkerung.
- Die durchschnittliche Einzelspende erreichte mit 46 Euro einen Rekordwert, rund 3 Euro mehr als 2024. Weniger Menschen spenden also, aber sie spenden großzügiger.
- Die Generation 60 plus trägt 58 Prozent des gesamten Spendenaufkommens.
- Der Dezember allein brachte 1,124 Milliarden Euro, also 24 Prozent des Jahresaufkommens.
Zwei Konsequenzen für Ihre Plattformwahl. Erstens: Wenn die Spenderzahl sinkt und die Einzelspende steigt, gewinnt die Organisation, die ihre bestehenden Spender kennt, bindet und wieder anspricht. Eine Plattform, die Ihnen die Spenderbeziehung nicht überlässt, arbeitet gegen diesen Trend. Zweitens: Wenn ein Viertel des Jahres im Dezember passiert, muss Ihr Spendenformular im November stehen, nicht erst nach einem dreimonatigen Implementierungsprojekt.
Der steuerliche Rahmen, den Ihre Plattform tragen muss
Nach § 10b EStG können Spender ihre Zuwendungen bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben abziehen, alternativ bis zu 4 Promille der Summe der gesamten Umsätze sowie der aufgewendeten Löhne und Gehälter. Was darüber liegt, geht als Spendenvortrag in die Folgejahre.
Entscheidend für die Praxis ist die 300-Euro-Grenze: Bis zu einer Zuwendung von 300 Euro genügt nach § 50 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStDV ein vereinfachter Nachweis, also der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts. Darüber ist eine Zuwendungsbestätigung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck erforderlich (Bayerisches Landesamt für Steuern). Diese Grenze liegt seit dem 1. Januar 2021 bei 300 Euro, vorher bei 200 Euro.
Ausstellen darf sie nur eine steuerbegünstigte Körperschaft. Grundlage dafür ist der Freistellungsbescheid, der maximal fünf Jahre gilt, beziehungsweise bei Neugründungen der Feststellungsbescheid nach § 60a AO mit maximal drei Jahren Geltung. Seit einigen Jahren führt das Bundeszentralamt für Steuern zusätzlich das Zuwendungsempfängerregister, ein bundesweites Verzeichnis aller Organisationen, die Zuwendungsbestätigungen ausstellen dürfen. Für Spender ist das eine "einfache und unkomplizierte Möglichkeit", berechtigte Organisationen zu erkennen. Für Ihre Organisation heißt das: Ihre Gemeinnützigkeit ist öffentlich prüfbar geworden, und Ihre Plattform sollte diesen Vertrauensvorsprung nutzen statt ihn zu verstecken.
1. WeGlow.world: die komplette Fundraising-Suite
Was es ist: eine europäische Plattform aus Gent in Belgien, ausschließlich für gemeinnützige Organisationen, Vereine und Stiftungen. Über 130 Organisationen nutzen sie, vom Verein mit drei Ehrenamtlichen bis zur Organisation mit eigener Fundraising-Abteilung. Der Schwerpunkt liegt heute in Belgien und den Niederlanden. Privatpersonen können keine Sammlung starten, was bedeutet: Hinter jeder Kampagne steht eine echte Organisation.
Preis: kostenloser Plan für 0 Euro pro Monat mit einer Plattformgebühr von 5 % pro Spende, wobei der Spender gefragt wird, ob er sie übernimmt. Über die Plattform gemessen tun das durchschnittlich etwa 85 % der Spender, sodass die volle Spende ankommt. Pro kostet 40 Euro pro Monat oder 400 Euro im Jahresabo. Keine Setup-Kosten, kein Vertrag, monatlich kündbar, und der kostenlose Plan ist keine Testphase, sondern bleibt kostenlos. Die Konditionen Ihres eigenen Mollie- oder Stripe-Kontos kommen hinzu.
Warum es oben steht: es ist eine Suite statt einzelner Werkzeuge. Anderswo kaufen Sie ein Spendenformular, dann eine Lizenz für Peer-to-Peer, dann ein Tool für den Newsletter, und dann bauen Sie die Verbindungen dazwischen. Bei WeGlow sitzt alles in einem System, in dem Ihre Daten durchlaufen:
- Kampagnen und Peer-to-Peer-Fundraising mit eigenen Fundraiser-Seiten und Teams, im kostenlosen Plan.
- Veranstaltungen mit Ticketing und Auktionen, im kostenlosen Plan.
- WeGlow Donate für Dauerspender und planbare Einnahmen, ohne Zusatzkommission ab der zweiten Abbuchung.
- Umfassende Spenderverwaltung ohne Kontaktlimit, in der jede Spende automatisch landet.
- WeGlow Mail für den Newsletter an die Spender, die das System bereits kennt.
- Pop-up- und eingebettete Spendenformulare auf Ihrer eigenen Website, im Pro-Plan.
Dazu kommt:
- Unterstützung bei der Zuwendungsbestätigung. Die Plattform erfasst bei der Spende die notwendigen Daten inklusive vollständiger Anschrift und behält im Blick, welche Spenden über der 300-Euro-Grenze liegen und damit eine Bestätigung nach amtlichem Muster erfordern. Ausgestellt wird sie von Ihnen, denn das darf gesetzlich nur die steuerbegünstigte Körperschaft.
- Sie brauchen keinen Entwickler. Sie klicken Ihre Kampagne zusammen, setzen Ihre Farben und Ihr Logo darauf und sind am selben Tag online. Kein Implementierungsprojekt, keine Schulung.
- Jede Spende wird ein Lichtpunkt auf der Weltkarte, mit einer teilbaren Seite pro Spender. Spender teilen ihre Spende, und das bringt neue Spender, ohne Werbebudget.
- Ihr eigenes Zahlungskonto. Sie verbinden Ihr eigenes Mollie- oder Stripe-Konto, sodass die Spenden direkt auf dem Konto Ihrer Organisation eingehen, auch in anderen Währungen.
Was es nicht bietet: keine eigene Domain, kein Spendenterminal für die Offline-Welt und keine privaten Sammelaktionen.
Für wen: gemeinnützige Organisationen, Vereine und Stiftungen, die ihr Fundraising professionalisieren wollen, ohne feste Jahreskosten und ohne Implementierungsprojekt.
2. betterplace.org: die größte Reichweite
Was es ist: Deutschlands bekannteste Spendenplattform, betrieben von der betterplace.org gGmbH in Berlin, einer Tochter der gut.org gAG. Aktiv seit 2007. Auf der Startseite standen bei dieser Recherche 367.255.244 Euro Gesamtvolumen und 27.536 Projekte; in der Transparenzerklärung heißt es: "Im Jahr 2024 wurden 41 Millionen Euro über die Plattform betterplace.org gespendet".
Preis: für Organisationen kostenlos, "keine Anmeldegebühr oder monatlichen Kosten". Von jeder Bruttospende werden 2,8 % einbehalten, die Kosten der Zahlungsdienstleister sind darin enthalten (Hilfebereich). Zusätzlich wird Spendern ein freiwilliger Beitrag für betterplace.org vorgeschlagen, der nicht an Ihr Projekt fließt.
Stark in: Reichweite, Bekanntheit, Firmenpartnerschaften mit Matching-Budgets, ein sehr niedriger Gesamtsatz für kleine Projekte und ein iFrame-Spendenformular für die eigene Website.
Gut zu wissen: betterplace.org stellt die Spendenbescheinigungen selbst aus, und Ihre Organisation darf für diese Spenden ausdrücklich "keinesfalls eigene Spendenbescheinigungen … ausstellen". Die Spenderdaten "dürfen ausschließlich zur einmaligen Danksagung verwendet werden". Das Geld kommt nicht automatisch: Es gilt eine Sicherheitsfrist von 15 Tagen, die Auszahlung muss beantragt werden, und Überweisungen laufen wöchentlich, in der Regel mittwochs. Die Nutzungsbedingungen schließen Projekte aus, "die eine Gegenleistung für eine Spende versprechen", womit Ticketing, Tombolas und Auktionen wegfallen. Und: "Derzeit kannst du auf betterplace.org ausschließlich in Euro spenden."
Für wen: Organisationen mit einem klar umrissenen Projekt, die Reichweite suchen und die Verwaltung der Bescheinigungen gerne abgeben.
3. twingle: das beste Spendenformular mit transparentem Preis
Was es ist: ein Berliner Anbieter (twingle GmbH, HRB 140291 B), seit 2012 im Handelsregister, ursprünglich aus dem NFC-Spendenbereich kommend. Das Spenden-Widget wurde 2021 mit dem iF DESIGN AWARD ausgezeichnet.
Preis (von der eigenen Startseite): "0 € Grundgebühr", keine Einrichtungsgebühr, keine Mindestlaufzeit. Die Nutzungsgebühr staffelt sich nach Jahresvolumen: 5,0 % ab 1 Euro, 4,0 % ab 10.000 Euro, 3,5 % ab 25.000 Euro, 3,0 % ab 60.000 Euro und 2,5 % ab 120.000 Euro, mindestens 0,10 Euro pro Transaktion. Und zwar "inkl. Umsatzsteuer und Kosten für die Zahlungsabwicklung".
Stark in: unbegrenzt viele konfigurierbare Widgets, Spendenaktionen für Peer-to-Peer, Dauerspenden, Spendenshop, Spendenurkunden, Mitgliedschaften, ein Spendenterminal für Kirchen und Museen, digitale Zuwendungsbestätigungen als Einzel- und Sammelbestätigung, Integrationen mit CiviCRM, HubSpot, Salesforce, Mailchimp, Brevo und CleverReach. Die AGB sind kundenfreundlich: "Der Vertrag hat keine Mindestlaufzeit.", mit fünf Werktagen Kündigungsfrist.
Gut zu wissen: Veranstaltungen mit Ticketing und Auktionen sind nicht dokumentiert. Ein eigenes E-Mail-Marketing gibt es nicht, dafür Integrationen. Der twingleMANAGER ist eine Spendenverwaltung, kein vollwertiges Spender-CRM. Die Verrechnung der Zahlungsgebühren ist gedeckelt, sie gilt nur "sofern diese nicht die twingle-eigenen Nutzungsentgelte übersteigen". Und der Support ist mittwochs nicht erreichbar.
Für wen: Organisationen, die vor allem ein hervorragendes Spendenformular auf der eigenen Website brauchen, gerne auch offline sammeln und ihren übrigen Stack bereits stehen haben.
4. FundraisingBox: die Enterprise-Lösung mit CRM
Was es ist: Software der Wikando GmbH aus Augsburg, seit Juli 2010 am Markt. Kunden sind unter anderem Ärzte ohne Grenzen Deutschland, SOS-Kinderdorf, CARE, Aktion Deutschland Hilft und Sea-Watch. 2023 meldete das Unternehmen, dass "1 Milliarde Euro … über die Tools der FundraisingBox gesammelt, verarbeitet und ausgewertet" wurden.
Preis (von der Preisseite): "4% pro Transaktion", "Keine Einrichtungsgebühr. Keine laufende Fixkosten." Aber ausdrücklich: "Zzgl. Payment-Gebühren (z.B. PayPal, Stripe, Klarna usw.) und USt." Das CRM enthält 200 Kontakte, danach kosten je 1.000 Kontakte 15 Euro pro Monat.
Stark in: das beste CRM im Feld, mit Workflows, Dublettenprüfung, Spenderportal und Reports. Zuwendungsbestätigungen als Einzel- und Sammelquittung, wobei gilt: "Die Vorlagen entsprechen den amtlichen Mustern und den Anforderungen der Finanzverwaltung". Sehr tiefe Integrationen, unter anderem Salesforce und Microsoft Dynamics 365. Auf OMR Reviews steht die Lösung mit 4,6 von 5 aus über 100 Bewertungen.
Gut zu wissen: Die AGB sind strenger als die Preisseite vermuten lässt. Zwölfmonatsverträge verlängern sich automatisch um weitere zwölf Monate, wenn nicht drei Monate vor Ende gekündigt wird, und bei jährlicher Vergütung wird das volle Jahresentgelt zu Beginn fällig. Bei einem Downgrade "erfolgt keine Rückerstattung". Ziffer 11.1 hält eine "mögliche Setup-Gebühr" vertraglich offen. Und die Software steht "jede Woche in der Zeit von Dienstag, 21:00 Uhr, bis Mittwoch, 03:00 Uhr" planmäßig nicht zur Verfügung. Veranstaltungen mit Ticketing und Auktionen sind nicht dokumentiert, und pro Sprache brauchen Sie ein eigenes Formular.
Für wen: professionelle Fundraising-Organisationen mit eigener Abteilung, bestehender IT-Landschaft und Budget für ein Implementierungsprojekt.
5. WhyDonate: die niedrigsten Transaktionskosten für Einmalspenden
Was es ist: eine niederländische Plattform (WhyDonate B.V. und Stichting WhyDonate, Amsterdam) für Privatpersonen und Organisationen, nach eigenen Angaben in 113 Ländern nutzbar. Zahlungsdienstleister ist Stripe.
Preis (von der deutschen Gebührenseite): "0% Plattformgebühr. Immer.", keine Einrichtungsgebühr. In Euro gilt "bei den meisten Methoden 1,9% + €0,25 pro Spende".
Gut zu wissen: Die "0 %" gelten nicht durchgehend. Der eigene Helpdesk beschreibt für Dauerspenden eine Kommission: ohne Trinkgeld bei der ersten Zahlung "3% platform commission on that payment", und für alle Folgezahlungen "a 3% commission applies from subsequent payments onward", weil das Trinkgeld nur einmal erhoben wird. Außerdem widersprechen sich die eigenen Quellen beim Trinkgeld: whydonate.com/fees sagt, es "can be switched off on your donation form", der Helpdesk sagt "Users cannot disable the tip option on their donation forms." Rückbuchungen kosten laut AGB 7,50 Euro bei SEPA und 20 Euro bei Kreditkarte, was auf der Gebührenseite nicht steht. Eine Unterstützung für deutsche Zuwendungsbestätigungen nach amtlichem Muster ist nicht dokumentiert.
Für wen: private Sammlungen, einmalige Aktionen und internationale Kampagnen in mehreren Währungen.
6. RaiseNow (früher Altruja): der Schweizer Anbieter mit Staffelpreisen
Was es ist: RaiseNow ist seit 2013 in der Schweiz aktiv und hat sich mit dem Münchner Anbieter Altruja zusammengeschlossen. Auf der eigenen Seite steht heute: "Altruja is now RaiseNow!", ehemalige Altruja-Kunden arbeiten auf dem RaiseNow-Hub (Quelle).
Preis (von der Preisseite): ein kostenloser Plan für Vereine und Charities mit "no fixed costs" und 2,5 % Plattformgebühr. Die kostenpflichtigen Growth-Pläne starten ab 195 Euro und bieten zwischen 0,5 % und 4,4 % Plattformgebühr, 9 Sprachen und 33 Währungen, allerdings mit "one-to three-year contracts with a one month notice period". Die Kosten der Zahlungsdienstleister kommen bei allen Plänen hinzu.
Gut zu wissen: Bei den Free-Plänen ist die Organisation nach ungefähr einem Arbeitstag startklar, bei den Growth-Plänen nennt der Anbieter selbst "two to eight weeks before you can launch". Die Altruja-Website ist teilweise noch unter eigener Marke online, was die Orientierung erschwert.
Für wen: Organisationen mit internationalem Spendenaufkommen in mehreren Währungen, die eine mehrjährige Bindung akzeptieren.
Die Kosten auf einen Blick
| Plattform | Fixkosten | Pro Spende | Vertrag | Zuwendungsbestätigung |
|---|---|---|---|---|
| WeGlow.world | 0 Euro (kostenlos) oder 40 Euro pro Monat, 400 Euro pro Jahr (Pro) | 5 %, der Spender wird gefragt, ob er sie übernimmt (im Schnitt ca. 85 %), plus eigener Zahlungsdienstleister | Keiner, monatlich kündbar | Datenerfassung und Nachverfolgung der 300-Euro-Grenze, Sie stellen aus |
| betterplace.org | 0 Euro | 2,8 % inklusive Zahlungsabwicklung, plus freiwilliger Beitrag des Spenders an betterplace | 14 Tage Kündigungsfrist | betterplace stellt aus, Ihre Organisation darf es nicht |
| twingle | 0 Euro | 2,5 % bis 5 % nach Jahresvolumen, inkl. USt. und Zahlungsabwicklung (gedeckelt) | Keine Mindestlaufzeit, 5 Werktage | Assistent für Einzel- und Sammelbestätigungen |
| FundraisingBox | 0 Euro Basis, CRM ab 200 Kontakten 15 Euro pro 1.000 Kontakte und Monat | 4 % zzgl. Zahlungsgebühren und USt. | 1 Monat oder 12 Monate mit automatischer Verlängerung und 3 Monaten Kündigungsfrist | Einzel- und Sammelquittungen nach amtlichem Muster |
| WhyDonate | 0 Euro | Einmalspende 1,9 % + 0,25 Euro; Dauerspende zusätzlich 3 % ab der zweiten Zahlung; Trinkgeld an die Plattform | Keiner | Nicht dokumentiert |
| RaiseNow | 0 Euro (Free) oder ab 195 Euro (Growth) | 2,5 % (Free) oder 0,5 % bis 4,4 % (Growth), zzgl. Zahlungsgebühren | Free ohne Vertrag, Growth 1 bis 3 Jahre | Nicht öffentlich dokumentiert |
Rechenbeispiel: Was bleibt von 25.000 Euro?
Ein Verein sammelt in einem Jahr 25.000 Euro über 500 Spenden zu je 50 Euro per SEPA-Lastschrift.
| Plattform | Gesamtkosten pro Jahr (indikativ) |
|---|---|
| WeGlow, kostenloser Plan, 85 % der Spender übernehmen | rund 188 Euro Plattformgebühr plus rund 175 Euro Zahlungsabwicklung = rund 363 Euro |
| WhyDonate | 475 Euro plus 125 Euro = 600 Euro, dazu die Trinkgelder Ihrer Spender |
| WeGlow, kostenloser Plan, 60 % der Spender übernehmen | 500 Euro Plattformgebühr plus rund 175 Euro Zahlungsabwicklung = rund 675 Euro |
| betterplace.org | 700 Euro, Zahlungsabwicklung inklusive |
| RaiseNow, Free-Plan | 625 Euro plus rund 175 Euro = rund 800 Euro |
| twingle, 3,5-Prozent-Stufe | 875 Euro, alles inklusive |
| FundraisingBox | 1.000 Euro plus 190 Euro Umsatzsteuer plus rund 175 Euro Zahlungsabwicklung = rund 1.365 Euro, dazu die CRM-Staffel |
Drei Anmerkungen zu dieser Tabelle. Wie viele Spender die Plattformgebühr übernehmen, unterscheidet sich von Organisation zu Organisation: Es hängt von Ihrem Publikum, Ihrer Kampagne und Ihrer Formulierung ab, deshalb stehen hier zwei Szenarien. Die Referenzpreise für die Zahlungsabwicklung stammen von Mollie, dort kostet die SEPA-Lastschrift 0,35 Euro. Und für gemeinnützige Organisationen ohne Vorsteuerabzug ist die Umsatzsteuer echte Kosten, was bei der FundraisingBox spürbar durchschlägt.
Zwei Erwähnungen, die für deutsche Vereine kaum funktionieren
- GoFundMe hat enorme Bekanntheit und ein transparentes Tarif von 2,9 % plus 0,25 Euro für Deutschland. Aber: "Certified nonprofit fundraisers can only be run in the US, Canada, the UK, Ireland, and Australia." (GoFundMe Support). Ein deutscher gemeinnütziger Verein kann dort also kein verifiziertes Charity-Konto führen, sondern nur eine persönliche Sammelaktion starten. Für Spender bedeutet das keine automatische Spendenquittung, und Ihre Organisation muss die Zuwendungsbestätigung vollständig außerhalb der Plattform abwickeln.
- GoodCrowd.org, das frühere betterplace.me, ist die Adresse für private Kampagnen ohne gemeinnützige Organisation im Hintergrund. Die Gebühren stehen öffentlich: 0 Euro pro Kampagne, in Deutschland "2,7% + 0,35 € /Spende" (Quelle). Achten Sie auf den festen Betrag pro Spende: Bei einer Spende von 5 Euro sind 2,7 % plus 0,35 Euro effektiv rund 9,7 %.
Wie wählen Sie? Vier Fragen, die die Entscheidung treffen
- Wem soll die Spenderbeziehung gehören? Wenn die Plattform die Zuwendungsbestätigung ausstellt und die Datennutzung auf eine einmalige Danksagung begrenzt, bauen Sie Reichweite auf einer fremden Plattform auf. Wenn Sie selbst bestätigen und selbst kommunizieren, bauen Sie Ihre eigene Spenderbasis. Bei 15,8 Millionen Spendern und sinkender Tendenz ist das die strategisch wichtigste Frage.
- Wollen Sie feste oder variable Kosten? Ein Jahresvertrag mit Vorauszahlung ist vertretbar, wenn Sie 200.000 Euro sammeln, und teuer, wenn Sie 15.000 Euro sammeln. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen, nicht mit denen der Fallstudie auf der Anbieterwebsite.
- Brauchen Sie mehr als ein Spendenformular? Wenn Sommerfest, Benefizabend, Tombola oder Versteigerung zu Ihrem Jahr gehören, prüfen Sie Ticketing und Auktionen ausdrücklich. Bei betterplace.org sind Gegenleistungen vertraglich ausgeschlossen, bei twingle und der FundraisingBox sind Veranstaltungen nicht dokumentiert.
- Wie lange sind Sie gebunden? Lesen Sie die Kündigungsklausel, bevor Sie unterschreiben. Ein Zwölfmonatsvertrag mit automatischer Verlängerung, drei Monaten Kündigungsfrist und voller Vorauszahlung ist eine ganz andere Verpflichtung als eine monatliche Kündbarkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die beste Fundraising-Plattform für einen gemeinnützigen Verein in Deutschland?
Für die meisten gemeinnützigen Vereine ist WeGlow.world die stärkste Wahl: kostenlos starten, kein Vertrag, keine Setup-Kosten, und Peer-to-Peer-Fundraising, Veranstaltungen mit Ticketing, Auktionen, Dauerspenden, Spenderverwaltung ohne Kontaktlimit und Unterstützung bei der Zuwendungsbestätigung bereits im kostenlosen Plan, alles in einem System und im eigenen Design. Wer maximale Reichweite für ein einzelnes Projekt sucht, ist bei betterplace.org gut aufgehoben. Wer ein professionelles CRM mit tiefen Systemintegrationen braucht, sollte sich die FundraisingBox ansehen. Wer nur ein exzellentes Spendenformular will, findet es bei twingle.
Ab welchem Betrag brauche ich eine Zuwendungsbestätigung?
Bis zu einer Zuwendung von 300 Euro genügt nach § 50 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStDV ein vereinfachter Nachweis, also der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts. Über 300 Euro ist eine Zuwendungsbestätigung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck erforderlich. Diese Grenze gilt seit dem 1. Januar 2021, vorher lag sie bei 200 Euro. Ausstellen darf sie nur eine steuerbegünstigte Körperschaft auf Grundlage ihres Freistellungsbescheids.
Wie viel spenden die Deutschen pro Jahr?
2025 wurden in Deutschland 4,649 Milliarden Euro gespendet, laut der Bilanz des Helfens des Deutschen Spendenrats. Das sind 463 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. 15,8 Millionen Menschen haben gespendet, also 24 Prozent der Bevölkerung, während die durchschnittliche Einzelspende mit 46 Euro einen Rekordwert erreichte. Die Generation 60 plus trägt 58 Prozent des Spendenaufkommens, und allein im Dezember kamen 1,124 Milliarden Euro zusammen.
Was kostet eine Fundraising-Plattform im Durchschnitt?
Die Spanne ist groß. Ohne Fixkosten arbeiten WhyDonate mit 1,9 Prozent plus 0,25 Euro pro Spende bei Einmalspenden, betterplace.org mit 2,8 Prozent inklusive Zahlungsabwicklung, RaiseNow mit 2,5 Prozent im Free-Plan, WeGlow.world mit 5 Prozent, wobei der Spender gefragt wird, ob er sie übernimmt, und twingle mit 2,5 bis 5 Prozent je nach Jahresvolumen. Auf der anderen Seite steht die FundraisingBox mit 4 Prozent zuzüglich Zahlungsgebühren und Umsatzsteuer sowie einer CRM-Staffel ab 200 Kontakten. Rechnen Sie immer mit Ihrem eigenen erwarteten Spendenvolumen und Ihrer durchschnittlichen Spendenhöhe.
Welche Plattform ist am einfachsten zu bedienen?
WeGlow.world ist so gebaut, dass Sie ohne technische Kenntnisse arbeiten können: Konto anlegen, Farben und Logo wählen, Kampagne in wenigen Schritten bauen und am selben Tag online sein. Es gibt kein Implementierungsprojekt und keine Schulung. Bei Enterprise-Lösungen wie der FundraisingBox oder den RaiseNow Growth-Plänen läuft der Start über ein Einführungsprojekt, und RaiseNow nennt dafür selbst zwei bis acht Wochen.
Kann ein Verein ohne Gemeinnützigkeit online Spenden sammeln?
Sammeln ja, Zuwendungsbestätigungen ausstellen nein. Dafür braucht es die Anerkennung als steuerbegünstigte Körperschaft durch das Finanzamt, dokumentiert im Freistellungsbescheid oder bei Neugründungen im Feststellungsbescheid nach § 60a AO. Seit einigen Jahren führt das Bundeszentralamt für Steuern zusätzlich das Zuwendungsempfängerregister, in dem alle berechtigten Organisationen öffentlich verzeichnet sind. WeGlow.world nimmt ausschließlich gemeinnützige Organisationen, Vereine und Stiftungen auf.
Starten Sie heute mit dem Sammeln
Über 130 gemeinnützige Organisationen sammeln über WeGlow.world. Kostenlos starten, kein Vertrag, keine Setup-Kosten, und Ihre erste Kampagne steht heute noch online.

Alle Preise und Zitate stammen von den eigenen Preis-, Funktions- und Bedingungsseiten der genannten Anbieter sowie von amtlichen Quellen wie dem Bundeszentralamt für Steuern, den Landesämtern für Steuern und dem Deutschen Spendenrat, geprüft am 25. August 2026. Preise ändern sich: Prüfen Sie immer die aktuelle Preisseite, bevor Sie sich entscheiden.