Giving Tuesday auswerten: Was tust du nächstes Jahr anders?

So wertest du Giving Tuesday aus: ein Teamgespräch von einer Stunde, Ergebnisse pro Kanal, eine Spenderliste und ein Plan für das nächste Jahr.

TL;DR Werte Giving Tuesday innerhalb von 2 Wochen aus, solange alles frisch ist. Sammle zuerst die Zahlen pro Kanal, führe dann ein Gespräch von 60 Minuten mit deinem Team und schreibe auf, was du nächstes Jahr behältst, streichst und ausprobierst. Baue aus den Spendern sofort eine Liste auf, damit du sie im Januar und im nächsten Jahr wieder erreichst. Schließe mit einem Plan, der im September startet.

Nach dem 1. Dezember ist die Versuchung groß, den Fall abzuhaken. Doch das meiste Lernen liegt in den Wochen danach: Du erinnerst dich noch an alles, und dein Team hat noch Energie. Dieser Artikel hilft dir, daraus einen Plan zu machen.

Du brauchst dafür weder ein großes Team noch teure Software. Ein Dokument, eine Stunde und ehrliche Fragen genügen.

Warum wertest du Giving Tuesday sofort nach dem Ende aus?

Werte innerhalb von 2 Wochen aus, denn dann weiß noch jeder, was funktioniert hat und was nicht. Nach 4 Wochen ist die Hälfte vergessen, und dein Team ist mit anderem beschäftigt. Eine kurze, schnelle Auswertung ist mehr wert als eine gründliche, die nie stattfindet.

Giving Tuesday 2026 fällt auf Dienstag, den 1. Dezember. Plane die Auswertung daher für Mitte Dezember, vor dem Weihnachtstrubel. Auch das offizielle Toolkit von GivingTuesday betont das Danken. Tu das zuerst, werte danach aus.

Wie führst du das Auswertungsgespräch?

Plane ein Gespräch von 60 Minuten mit allen, die geholfen haben, auch Ehrenamtlichen. Verschicke vorab die Zahlen, lass jeden drei Dinge aufschreiben und bespreche sie nacheinander. Schließe immer mit drei konkreten Absprachen, mit Name und Datum.

  1. Schicke 2 Tage vorher die Zahlen und dein ursprüngliches Ziel herum.
  2. Lass alle aufschreiben, was funktioniert hat, was nicht und was gefehlt hat.
  3. Besprich zuerst, was gut lief, danach, was besser werden kann.
  4. Wähle höchstens drei Dinge, die du nächstes Jahr anders machst.
  5. Notiere, wer was bis wann erledigt.

Halte das Gespräch freundlich und sachlich. Es geht nicht darum, wer etwas falsch gemacht hat, sondern darum, wie sich der Ablauf verbessern lässt.

Was hat pro Kanal funktioniert?

Betrachte jeden Kanal einzeln: E-Mail, soziale Medien, Partner, Botschafter und dein eigenes Netzwerk. Notiere pro Kanal, wie viele Menschen er erreichte, wie viele klickten und wie viele spendeten. So siehst du, wo sich deine Zeit am meisten gelohnt hat und wo du nächstes Jahr weniger Energie investierst.

KanalWas du dir ansiehstFrage, die du stellst
E-MailÖffnungen, Klicks, Spenden nach einer MailWelche Mail funktionierte am besten, und warum?
Soziale MedienReichweite, Shares, Klicks zur SpendenseiteWelcher Post oder welches Foto hat Menschen berührt?
BotschafterWer teilte, wer brachte SpendenWen fragen wir nächstes Jahr früher?
Partner und UnternehmenAntworten und ZusagenWann sollten wir sie früher ansprechen?
Eigenes NetzwerkPersönliche Nachrichten und AntwortenWas verlangte eine persönliche Bitte?

Wie du die Zahlen sammelst, steht im Artikel über das Messen der Giving-Tuesday-Ergebnisse. Eine Tabelle, um die Zahlen nebeneinanderzulegen, findest du kostenlos auf der Download-Seite.

Welche Fragen stellst du dir?

Stelle Fragen zu Ziel, Botschaft, Timing und Nachfassen. Vergleiche, was du erreichen wolltest, mit dem, was geschah, und achte besonders auf Überraschungen: Dinge, die besser oder schlechter liefen als erwartet. Dort liegt das Lernen.

  • Haben wir unser Ziel erreicht, und war es realistisch gewählt?
  • War unsere Geschichte für jemanden verständlich, der uns nicht kennt?
  • Haben wir die erste Mail zu spät oder zu früh verschickt?
  • Wo sind Menschen auf der Spendenseite abgesprungen?
  • Wie schnell haben wir den Spendern gedankt?
  • Was kostete uns die meiste Zeit, und brachte es am meisten?

Wenn du ein Ziel gesetzt hast, hilft dir der Artikel über das Festlegen eines Ziels, es nächstes Jahr genauer zu wählen.

Wie baust du aus deinen Ergebnissen eine Liste auf?

Erstelle eine einzige Liste aller, die reagiert haben: Spender, Menschen, die geteilt haben, und Menschen, die eine Mail geöffnet haben. Teile sie in neue Spender, wiederkehrende Spender und Unterstützer, die noch nicht gespendet haben. So weißt du, wem du im Januar dankst und wen du nächstes Jahr früh einlädst.

Achte dabei auf die Datenschutzregeln: Du darfst nur Menschen mailen, die eingewilligt haben, oder wenn das Gesetz eine enge Ausnahme erlaubt. In Deutschland verlangt § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb für Werbung per E-Mail grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, mit einer eng begrenzten Ausnahme für Bestandskunden. Dazu gilt die DSGVO. Lasse in deinen Mails immer einen Abmeldelink stehen.

  • Neue Spender: danke ihnen persönlich und frage später, ob sie monatlich spenden möchten.
  • Wiederkehrende Spender: erzähle ihnen, was ihre Hilfe bewirkt hat.
  • Unterstützer ohne Spende: lade sie zu einem kleinen nächsten Schritt ein.

Mit WeGlow Mail verschickst du solche Mails an eine Liste, mit dem Vornamen des Empfängers über {{first_name}}. Das Dankespaket liegt bereit, du musst nichts kopieren. Mehr dazu im Artikel über das Danken nach Giving Tuesday.

Wie planst du Giving Tuesday für nächstes Jahr?

Beginne im September mit einem Plan in vier Etappen: Ziel und Team, Geschichte und Bilder, Mails und Posts sowie die Wochen nach dem Tag. Je früher Geschichte und Bilder fertig sind, desto ruhiger werden die letzten Wochen. Nimm deine Auswertung als Ausgangspunkt.

ZeitpunktWas du tust
JanuarAuswertung abschließen, Spendern danken, Zuwendungsbestätigungen verschicken, falls deine Organisation sie ausstellen darf
MärzFestlegen, was du behältst, streichst und ausprobierst
JuniBotschafter und Partner vorsichtig ansprechen
SeptemberZiel festlegen, Team bilden, Geschichte und Fotos sammeln
Oktober und NovemberMails und Posts vorbereiten, Spendenseite testen

Einen guten Plan Tag für Tag findest du im Leitfaden mit dem Plan für den 1. Dezember. Deine Spendenseite behältst du einfach, denn du musst sie nicht jedes Jahr neu aufbauen. Mit WeGlow.world passt du Titel, Beträge und Dankestext nächstes Jahr an und schaltest die Seite wieder live.

Die häufigsten Fehler bei der Auswertung

Die meisten Auswertungen scheitern, weil sie zu spät kommen, zu breit sind oder nichts bewirken. Halte es kurz, wähle höchstens drei Verbesserungen und schreibe sie mit Name und Datum auf. Was nicht aufgeschrieben ist, geschieht meist nicht.

  • Erst nach 2 Monaten auswerten, wenn sich niemand mehr erinnert
  • Nur auf den Gesamtbetrag schauen und nicht auf die Kanäle
  • Zehn Verbesserungen wählen statt drei
  • Den Spendern nicht danken, bevor du intern auswertest
  • Den Bericht nicht aufbewahren, sodass du nächstes Jahr bei null beginnst

Häufige Fragen

Wann wertest du Giving Tuesday am besten aus?

Innerhalb von 2 Wochen nach dem 1. Dezember, solange alle den Tag noch im Kopf haben. Danke zuerst deinen Spendern, werte danach aus. WeGlow.world hilft dir, diese Spender schnell mit einer Dankes-Mail zu erreichen.

Wer sollte bei der Auswertung dabei sein?

Alle, die geholfen haben: Vorstand, Mitarbeitende und Ehrenamtliche, die Posts, Mails oder die Spendenseite betreut haben. Eine Gruppe von vier bis sechs Personen funktioniert gut. Mit WeGlow.world kannst du deine Spendenseite und deine Mails vorab vorbereiten, damit alle wissen, was rausgeht.

Welche Zahlen brauchst du mindestens?

Die Zahl der Spender, den Gesamtbetrag, den Durchschnittsbetrag und den Kanal, der die Spenden brachte. Mehr ist schön, aber das genügt. Eine einfache Tabelle genügt, und WeGlow.world bietet eine kostenlos bei den Downloads an.

Was, wenn wir unser Ziel nicht erreicht haben?

Das ist normal und lehrreich. Prüfe, ob das Ziel realistisch und die Geschichte klar war. Ein niedrigerer Betrag mit neuen Spendern kann trotzdem ein Erfolg sein. Mit WeGlow.world kannst du nächstes Jahr Zielbetrag und Fortschrittsbalken anpassen.

Wie hältst du Spender bis zum nächsten Jahr eingebunden?

Schicke nach einigen Wochen ein Update, was ihre Spende bewirkt hat, und lade sie zu einem kleinen nächsten Schritt ein. Mit WeGlow.world kannst du auf deiner Spendenseite auch monatliche Spenden anbieten.

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Erstelle ein kostenloses Konto bei WeGlow.world und bereite deine Giving-Tuesday-Spendenseite vor. Keine Einrichtungskosten und kein Vertrag. Möchtest du erst darüber sprechen, fordere eine Demo an. Starte über die Anmeldeseite oder nimm Kontakt auf.

Quellen und Prüfung: das offizielle GivingTuesday-Toolkit und § 7 UWG auf gesetze-im-internet.de, geprüft am 7. Oktober 2026.

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